Die Mischung macht`s! - Treffen in Oberammergau

Netzwerk Junge Bechterewler in der DVMB

Der Bundesverband der DVMB und das Netzwerk Junge Bechterewler versuchen stets abwechslungsreiche, informative und spannende Themen rund um das Krankheitsbild Morbus Bechterew zu veranstalten. So kam es diesmal zu einem Wochenendseminar in Oberammergau. Veranstaltungsort war die Waldburg-Zeil Klinik, deren Behandlungsschwerpunkt unter anderem die Rheumatologie ist. Erfahrene Ärzte und Therapeuten machten die Klinik zu einem hervorragenden Gastgeber. Die Einladung versprach Abwechslung, viel Wissenswertes über Morbus Bechterew und vor allem Zeit mit anderen jungen MB-Patienten.

Freitag war Anreise und erstes Kennenlernen der Teilnehmer, einige zum ersten Mal dabei, andere kannten sich bereits von anderen Veranstaltungen. Sehr schnell entstanden interessante Gespräche, es wurde gelacht und auch sachlich über ernste Themen diskutiert.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Krankenhausdirektor, Herrn Tauber, starteten wir mit dem ersten Seminarpunkt. Lautta Hawlitschek vom Bundesvorstand der DVMB hielt einen Vortrag, der Betroffene anregen soll, eine Diagnose von Beginn an ernst zu nehmen und nicht erst zu reagieren, wenn es zu spät ist. Auch wenn wir während des Vortrags viel gelacht haben, Ihre Worte und Bilder haben Eindruck hinterlassen und wir merkten, dass zur Symptombewältigung viel mehr gehört als ein Krankheitsname auf dem Papier. Bei einem Getränk in der gemütlichen Cafeteria der Klinik ließen wir den ersten Abend ausklingen.

Wer bei einem Seminar des Netzwerk Junge Bechterewler dabei ist, bekommt einen bunten Blumenstrauß aus Informationen und Anregungen für seine persönliche Zukunft mit der Diagnose Morbus Bechterew. Dr. Iven vermittelte uns viel Wissenswertes, auch wenn es nicht immer neu für den ein oder anderen war, eine Auffrischung hat noch keinem geschadet. Der Inhalt seines Vortrages beschäftigte sich mit: Was ist Morbus Bechterew und was läuft dabei im Körper ab, was passiert an der Wirbelsäule und warum, sowie die medikamentöse Therapie. Gespickt mit vielen Randinformationen und Anschauungsmaterial machte es den Vortrag spannend und greifbar. Zum Abschluss seines Vortrages führte uns Dr. Iven in das „Röntgen-Stüberl“ der Klinik. Dort sahen wir die Auswirkung des Morbus Bechterew auf Röntgenbildern. Alle waren sich einig, das wollen wir auf jeden Fall versuchen zu vermeiden! Nach so viel Theorie und Sitzen wurde es Zeit den aktiven Teil des Wochenendes einzuleiten.

Nach einem Rundgang durch die Klinik und dem Therapiegebäude wurden wir bei Aqua-Jogging und Bogenschießen gefordert. Die Anstrengung nach dem Aqua-Jogging war allen ins Gesicht geschrieben, aber auch für Bogenschießen benötigt man Kraft und Ausdauer. So war es nicht verwunderlich, dass wir uns im stilvoll neu renovierten Bereich des Sauna- und Erholungsbereiches des Therapiegebäudes in toller Atmosphäre regenerieren und entspannen konnten.

 

Bei den Seminaren geht es auch immer darum, Sportarten auszuprobieren, die im Alltag nicht immer möglich sind. Zwischen den Vorträgen und Aktivitäten war immer genug Zeit sich auszuruhen oder sich in der Cafeteria auf einen Kaffee zu treffen. Die Gruppe hatte auch volles Verständnis dafür, wenn sich ein Teilnehmer zurückgezogen hat.

Nach so viel Klinik, super angeleiteten Bewegungseinheiten durch die Physiotherapeuten und reichhaltigem Essen, zog es einige Teilnehmer am Abend in die Gaststättenszene von Oberammergau, wo sich freundschaftlich auch mal eine Pfanne soufflierter Kaiserschmarrn geteilt wurde.

Der Sonntagvormittag wurde dem bewussten Atmen gewidmet. Ziel dieser Übungen war die Dehnung des Brustkorbes um das Atemvolumen zu steigern. Dies war für viele Teilnehmer sehr ungewohnt aber die Erfahrung wurde durchaus positiv empfunden.
Abschluss des Wochenendes war am Sonntag ein gemeinsames Mittagessen, bevor alle, vollgepackt mit Eindrücken des Erlebten, die Heimreise angetreten haben.

Nach oben

Zurück
Mehrere Personen bei einer Wanderung in Oberammergau
Auch bei schlechtem Wetter liessen wir uns die gute Laune nicht verderben.