Netzwerk Junge Bechterewler in der DVMB

Sport und Bechterew

ein Erfahrungsbericht

Am Freitag den 22.07.2011 lud das Netzwerk junger Bechterewler Sport interessierte Bechtis nach Nürnberg ein. Denn an diesem Wochenende sollte es um das Thema “Sport“ und Bechterew gehen. Mit einer Gruppe von 9 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet starteten wir. Wir begannen mit einer Begrüßungsrunde unter allen Teilnehmern, bevor Herr Ludwig Hammel (Geschäftsführer der DVMB und selbst Morbus Bechterew Patient) uns auf sehr lustige aber auch eindrucksvolle Art zeigte, was man mit der richtigen Sportart, Dossierung und Ausführung erreichen kann. Ein sehr wichtiges Thema hierbei waren die Ausreden, die man findet, um eine Sportart nicht machen zu können und zu müssen.
Die Fragen und Anregungen nach diesem Vortrag waren so groß, dass wir das Zeitfenster um ca.1 Stunde gesprengt haben.
Nach dem gemeinsamen Abendessen hielt Frau Esther Pfaff (Moderatorin des Netzwerkes junger Bechterewler) einen kurzen Vortrag über die Strukturen, zahlreichen Angeboten und Möglichkeiten der DVMB.
Nach so viel Theorie an einem Abend hat es die meisten auf ihr Hotelzimmer gezogen, doch ein paar mussten ihren Bewegungsdrang ausleben und spazierten in die Stadt.

Ob Schlingenkäfig, Slaglining oder Muskeltraining im RTZ Nürnberg konnte die Teilnehmer alles ausprobieren und sich ein Bild von nie versuchten Trainingsmethoden bekommen.
Ob Schlingenkäfig, Slaglining oder Muskeltraining im RTZ Nürnberg konnte die Teilnehmer alles ausprobieren und sich ein Bild von nie versuchten Trainingsmethoden bekommen.

Gut ausgeschlafen und gestärkt durch ein abwechslungsreiches Frühstück fuhren wir ins Rheuma-Therapie-Zentrum (RTZ). Hier empfingen uns zwei Physiotherapeuten, die uns erst mal anhand von Skeletten zeigten, was der Bechterew bewirken kann und wie wichtig es sei im jungen Alter und frühen Stadium etwas dagegen zu unternehmen. Um das gerade Gelernte gleich umzusetzen, durften wir unter Anleitung alle Geräte ausprobieren. Hier drunter vielen auch Neuheiten wie Slacklinen, Gallileo, Gymnastik-Schnecke und Sling-Therapie. Es war genügend Zeit um alles auszuprobieren. Einige ließen sich für einige Minuten in den Schlaufenkäfig hängen.
Bei einer großen Familienpizza standen uns die Physiotherapeuten noch Rede und Antwort, wir bekamen noch Tipps und Tricks für den Alltag, stärkten uns aber auch gleichzeitig für das nächste Highlight.

In der Kletterhalle bezwungen alle die 18Meter hohe Wand, hierbei kam der ein oder andere an seine Grenzen.
In der Kletterhalle bezwungen alle die 18Meter hohe Wand, hierbei kam der ein oder andere an seine Grenzen.

Angekommen in der Kletterhalle begrüßte uns Herr Dr.Gruber und drei Trainer. Diese brachten uns in kürzester Zeit die Grundzüge und das benötigte Wissen fürs Klettern bei. Zunächst versuchten wir uns an einer kleinen Wand. Aber schon hier merkte man die Ausdauer und Fitness einiger Teilnehmer. Es dauerte nicht lang und man wollte höher hinaus. Nun standen wir vor 18Meter Wand mit ein paar Knuppeln dran. Nachdem jeder einmal in die Wand gestiegen ist, trennte sich die Spreu vom Weizen oder besser der aktive Bechti vom Couch Potato.
Mit weichen Knien und zittrigen Händen verließen wir nach ein paar Stunden die Kletterhalle in Richtung Hotel, wo sich jeder nach dem aktiven Tag erholen konnte und musste.
Am Abend stand wieder ein leckeres Abendessen auf dem Plan. Frisch gestärkt und ausgeruht gingen wir alle in den Nürnberger Abend. Bei einem Glas Wein an der Festung von Nürnberg konnte alle ihre Eindrücke erzählen.
Nach dem Frühstück schauten wir in skeptisch hinauf in den grauen und regenverhangenen Nürnberger Sonntagmorgenhimmel. Auf dem Programm stand Nordic Walking mit Peter Lommel vom RTZ Nürnberg.

Mit Nordic Walking um den Wöhrder See Nürnberg, unter der Anleitung von Peter Lommel.
Mit Nordic Walking um den Wöhrder See Nürnberg, unter der Anleitung von Peter Lommel.

Nur wenige Meter waren es bis zum Park, wo uns Peter die Grundzüge des Nordic Walking unter Berücksichtigung des Morbus Bechterew beibrachte. Besonders wichtig war die Rotation der Schultern und die mit dem Stockeinsatz verbundene Aufrichtung des Körpers. So ging es mit hohem Tempo um den Wöhrder See. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns und es wurde immer sonniger und wärmer. So ging die Zeit viel schneller vorbei.
Bleibt uns nur noch ein großes Dank ALLEN denen zusagen die an diesem Wochenende uns ihre Zeit geopfert haben und es so interessant und Abwechslungsreich zu gestaltet haben.